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Über Sansibar nach Kenya

Nach dem Besuch des Ruaha NP folgten wir weiter dem TanZam Highway durch endlose Sisalplantagen und fruchtbare Täler in Richtung Küste. Von anderen Reisenden wurde uns die SwissTan Lodge empfohlen, die sich auf ca. halbem Weg befand. Eine schöne Lodge, die auch über eine Campinganlage mit blitzsauberen Sanitäranlagen, Swimmingpool und einem sehr guten Restaurant mit Rösti und guter Pizza lud zum längeren Verweilen ein. Der Besitzer, Josef aus dem Muotathal hat sich hier zusammen mit seiner tansanischen Frau ein kleines Paradies erschaffen so dass wir uns hier gleich für drei Nächte einquartierten. Wäsche musste gewaschen werden und am Toyo war wieder einmal ein Silentblock am Auspuff gerissen, kein Wunder bei den Rüttelpisten im Ruaha NP. Daressalam, übrigens nicht die Hauptstadt von Tansania wie wir gemeint haben (es ist Dodoma), erreichten wir am späteren Nachmittag. Unterwegs kamen wir einmal mehr in eine Polizeikontrolle, ich sollte im Überholverbot einen LKW überholt haben, der sich mit 5kmh den Berg hochschleppte. Auf meine Intervention dass da gar keine Sicherheitslinien sichtbar seien und auch keine Signaltafeln meinte der Beamte, das Überholverbot gelte in der ganzen Region. Wir lachten beide herzlich, ich gab ihm einen Apfel und die Sache war erledigt. Unser Camp, wor wir den Toyo während unseres Sansibar Aufenthaltes abstellen konnten befand sich leider am anderen Ende der Stadt und so quälten wir uns 2 Stunden durch den endlosen Verkehr mit zahlreichen Baustellen durch die 6 Mio. Stadt. Der Vorteil, auf der Strasse kann man alles mögliche kaufen, Strassenhändler preisen zwischen den Autos ihre Waren für wenig Geld an. Auf dem Camp des Sunrise Beach Resorts waren 3 andere Overlander die den Platz auch zum Abstellen der Camper für Aufenthalte auf Sansibar oder Mafia Island benutzten. Der Platz direkt an der Küste ist rund um die Uhr bewacht und kostet lediglich 5 US$ pro Nacht. Der indische Besitzer half uns auch die Fährtickets und den Transport zum Hafen zu organisieren.





Die Fähre selbst war ein hochmoderner und superschneller Katamaran und in knapp 2 Stunden erreichten wir Sansibar. Obwohl Sansibar zu Tansania gehört mussten wir durch eine Grenzkontrolle und kriegten wieder mal einen Stempel in den Pass. Allzuernst wird das aber nicht genommen, das unausgefüllte Einreiseformular von Ursi landete auf einem Stapel, den Stempel gabs trotzdem. Das Kiwisa Beach Resort, welches wir im Vorfeld gebucht hatte entpuppte sich als absoluter Glücksgriff, direkt an einem weissen Sandstrand gelegen, grosse sehr komfortable Bungalows, Pool und andere Annehmlichkeiten, es kam richtige Ferienstimmung auf. Das Personal war äusserst freundlich, immer ein Jambo hier, ein Hakuna Matata da, noch eine Pole Pole hinterher, sehr erfrischend zumindest die Ersten 2 Tage. Die Freude wurde allerdings etwas getrübt, als wir die Begriffe Bibi und Baba googelten, mit denen wir immer angesprochen wurden. Auf Suaheli heisst das nämlich Grossmutter und Grossvater! Naja, zumindest wurde uns zum Essen keinen Sabberlatz umgebunden wurde. Es war heiss, sogar sehr heiss und so verbrachten wir viel Zeit mit Baden im lauwarmen und glasklaren indischen Ozean, die Erfrischung hielt sich allerdings bei einer Wassertemperatur von über 35 Grad in Grenzen. Gegen Abend machten wir jeweils kürzere und längere Strandspaziergänge , ein Sundowner in einer der vielen Strandbars, den zahlreichen Kitesurfern zuschauen, es war herrlich. Ein Tagesausflug brachte uns nach Stone Town, die Hauptstadt Sansibars. Etwas verfallen und marode, aber Stone Town hat zweifellos einen gewissen Charme. Bei mir war nach fast 4 Monaten Coiffeurabstinez Haareschneiden angesagt, der Starfrisör in Paje hatte zufällig gerade einen Stuhl frei. Nichts wie hin, absitzen, zwischen den 3 möglichen Frisuren auswählen, es gab kurz, superkurz und kahl. Ich entschied mich für die Erstere und nach 1 Stunde war alles erledigt und ich wäre bereit gewesen bei den Marines einzurücken. Nach einer Woche hiess es Abschied nehmen und wir fuhren wieder mit der Fähre zurück nach Daressalam, wo uns der Driver vom Sunrise Beach Resort bereits erwartete. Den Toyo fanden wir unversehrt vor.






Von Daressalam nahmen wir nun den Weg in Richtung Kenya unter die Räder. Das Visum haben wir bereits in Sansibar organisert und das East African Tourist Visa erhalten, welches für Kenya, Uganda und Ruanda gültig ist und uns erlaubt, während 90 Tagen in diesen Ländern beliebig umherzureisen. Der Grenzübetritt nach Kenya war relativ schnell erledigt und wir machten uns auf zur Touristenhochburg Diani Beach, hier haben wir uns mit Tom und Marni verabredet, die nördlich von Mombasa ein Haus mit Gästezimmer besitzen. Wir traffen uns an einem Weihnachtsmarkt, es wurden allerlei Handwerkskunst angeboten, lediglich der Glühwein fehlte. Hier werden wir uns über Weihnachten einquartieren und die Festtage gemeinsam verbringen. Mit den beiden fuhren wir dann weiter nach Mombasa und Mtapwa, wo Tom und Marni ein wunderschönes Haus mit Pool und Gästezimmer besitzen und jeweils 6 Monate im Jahr hier verbringen. Gemeinsam werden wir hier die Weihnachtstage verbringen und Ausflüge in die nähere Umgebung vornehmen. Leider machten sich bei uns beiden Husten und Fieber bemerkbar, ein Malaria Test im nahegelegenen Hospital zeigte gottseidank keine Malariainfektion, jedoch eine bakterielle Infektion, die wir uns vermutlich im Hotel an der Diani Beach eingefangen hatten. Mit Antibiotika und einigen Tage Bettruhe war die Sache aber eingermassen glimpflich abgelaufen. Weiter gehts dann nach Weihnachten nördlich nach Nairobi und dann weiter nach Uganda, von wo aus wir dann wieder im nächsten Jahr berichten werden. Wir wünschen allen eine frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins 2023. Bis bald!






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