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It‘s a Long way to Uruguay

  • Autorenbild: ubachofner
    ubachofner
  • 28. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Apr.

Das die Motorradfahrer in Paraguay ja irgendwie irre sind, haben wir bereits festgestellt. Aber dass uns so ein Hirni voll die Kiste fährt, damit haben wir aber nicht gerechnet. Ein Lastwagen hielt an, um uns links abbiegen zu lassen. Der Hirni überholt rechts auf dem Pannenstreifen den Lastwagen und knallt uns voll in den vorderen Kotflügel. Gottseidank hat es dem Motorradfahrer mit Ausnahme von einigen Schürfungen nichts gemacht, obwohl er keinen Helm trug. Das Motorrad hat einige Dellen abgekriegt und am Toyo war die Stosstange verbogen. Die Kotflügelverbreiterung hat sich verabschiedet und einige Kratzer und Dellen im Kotflügel waren die Blessuren bei uns.


Ein unerwartetes Abenteuer


Das Ganze hätte schlimm enden können. Uns bleibt jetzt aber der erneute Gang zu Elvio und seinem Team, um die Schäden beheben zu lassen. Versicherungen sind hier ein Fremdwort, und so müssen wir den angerichteten Schaden aus eigener Tasche berappen. Die Kosten hielten sich aber mit 90.- Franken in Grenzen. Überhaupt, Paraguay ist generell unglaublich günstig. Laut Auswandererportal reichen hier 600.- € zum Leben.


Neue Bekanntschaften


Bei unserer Ankunft in Hohenau haben wir einen Taxifahrer namens Helmut kennengelernt. Er stammt aus Abländschen im Berner Oberland und ist vor einigen Jahren nach Paraguay ausgewandert. Wir hatten es lustig, und Helmut hat uns noch zu seinem fünfzigsten Geburtstag eingeladen. Nun heißt es abwarten bei Temperaturen von über 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Gottseidank haben wir Aircon im Zimmer und den großen Pool direkt vor dem Zimmer.


Reparaturen und Fortschritte


Nach zwei Tagen war der Toyo wieder repariert. Die Jungs haben ganze Arbeit gemacht. Die Kotflügelverbreiterung, die beim Crash zersplittert war, sieht aus wie neu. Von Hohenau ging es nach einem letzten Einkauf in Richtung Argentinien. Wir wählten den Grenzposten Bella Vista. Dazu musste mit einer kleinen Fähre der Rio Paraná überquert werden. Das Prozedere war innert Kürze erledigt, und wir befanden uns wieder in Argentinien.


Technische Pannen


Kurzzeitig hat die Aircondition den Dienst quittiert. Das war äußerst unangenehm bei 42 Grad Außentemperatur. Gottseidank war der Schaden schnell behoben. Es war nur ein kleiner Wackelkontakt im Sicherungskasten.



Entdeckung der Esteros Iberá


Die beim letzten Trip als nicht beachtenswerte eingestufte Region Entre Rios und Corrientes haben wir diesmal etwas genauer recherchiert. Hier befindet sich das, neben dem Pantanal in Brasilien, zweitgrößte Feuchtgebiet der Erde, das Esteros Iberá. Das Gebiet umfasst riesige Lagunen und Sumpflandschaften mit einer Größe von 13.000 km². Unzählige Tierarten sind hier zu finden: über 350 verschiedene Vogelarten, Sumpfhirsche, Wasserschweine, Capybaras, Caymane und Anacondas.


Wir haben die 100 km Anfahrt über eine Piste in Angriff genommen und sind nach Colonia Carlos Pellegrini gehumpelt. Hier gab es einen Campingplatz, direkt an der Lagune gelegen. Am späteren Nachmittag haben wir eine Bootstour in die Sümpfe gebucht. Fast zweieinhalb Stunden sind wir mit einem kleinen Boot durch den Nationalpark getuckert und haben zahlreiche Tiere gesehen. Unsere Befürchtung, dass wir hier von zahlreichen Blutsaugern massakriert werden, hat sich Gottseidank nicht bewahrheitet.



Hitze und Erholung


Die Hitze war immer noch da, nahe an der 40 Grad Grenze. So planten wir die Route nach Campingplätzen, die über einen Pool verfügten. Schließlich erreichten wir nach drei Tagen die Grenze zu Uruguay. Der Übertritt war problemlos, und wir erhielten wieder ein TIP mit 365 Tagen Gültigkeit.


Einen Stopp machten wir in Carmelo und fanden einen super Platz direkt am Rio Plata, der für seine traumhaften Sonnenuntergänge bekannt ist. Leider tauchte etwas später die Polizei auf und wies uns weg. Das Befahren des Strandes sei nicht erlaubt. Aber 50 Meter weiter sei das kein Problem, auch übernachten sei problemlos möglich und sicher.


Der letzte Abschnitt


Nach einem guten Frühstück nahmen wir die restlichen 90 km unter die Räder. Unterwegs besuchten wir noch ein Weingut und erreichten schließlich das Endziel dieses Trips: Colonia del Sacramento. Hier bei Ruedi und Sue auf der Posada Casa Vieja werden wir nun den Toyo auf Vordermann bringen und dann einstellen. Am 9. März geht es dann via São Paulo wieder in Richtung Heimat, wo wir hoffentlich einen schönen Sommer verbringen werden.



Rückkehr und Ausblick


Mittlerweile sind wir wohlbehalten zuhause angekommen und freuen uns auf einen schönen Frühling und Sommer, bevor es dann wieder zurück nach Südamerika geht. Geplant ist dann eine Verschiffung von Zarate nach Veracruz. Danke fürs Mitlesen, und wir wünschen allen einen schönen Sommer.




 
 
 

1 Kommentar

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Märsu
28. März
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

witzig spitze Feder …

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