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  • ubachofner

Zambia zum zweiten

Aktualisiert: 3. Nov.

Nach erholsamen Tagen bei Bernadette und Celso in Harare, an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für Eure tolle Gastfreundschaft, machten wir uns auf in Richtung Mana Pools NP. Der Park, der sich ganz im Norden Zimbabwes und an der Grenze zu Zambia befindet, liegt direkt am Zambesi River und ist für seinen Tierreichtum bekannt. Auf dem Weg dahin machten wir einen Zwischenstopp bei den Chinhoy Caves, deren Hauptattraktion der sogenannte Sleeping Pool ist. Die eingestürzte Decke über dem Pool ergibt um die Mittagszeit eine spezielle Lichteinstrahlung, der kristallklare See leuchtet dann in einem intensiven Kobaltblau. Da es schon etwas spät war, beschlossen wir gleich hier auf dem Campingplatz zu übernachten. Wir waren wieder einmal die einzigen Gäste und staunten nicht schlecht, als sich am Abend

2 Uniformierte vorstellten, die nette kleinere Dame trug lässig eine Kalaschinkow umgehängt, und uns freundlich mitteilten, dass sie die Security seien und uns nun bewachen würden.



Als wir das Gate zum Mana Pool NP erreichten, galt es zuerst wieder mal zu löhnen, für die geplanten zwei Nächte sind wir wieder um 200 US$ ärmer geworden. Alle Zitrusfrüchte mussten abgegeben werden, Grund dafür sind die zahlreichen Elefanten, die richtig scharf darauf sind und keine Mühen scheuen würden, um an die Dinger zu kommen. Vom Entrance Gate hatten wir dann noch 77km Wellblech und Sandpiste zu bewältigen und wir kamen gerade rechtzeitig zum Sundowner auf unserem Stellplatz direkt am Zambesi River an. Ein wirklich schöner Park mit vielen Tieren, Elefanten und Hyänen haben wir direkt am Toyo gehabt. Die beiden Tage in dem Park waren erlebnisreich und sehr schön, können wir absolut empfehlen. Auf Empfehlung von Bernadette und Celso fuhren wir auf einer landschaftlich wunderschönen Strecke an den Lake Kariba, wo wir die Grenze nach Zambia überqueren wollten. Schon beim letzten mal am Lake Kariba war es unglaublich heiss, auch dieses Mal lagen die Temperaturen bei 40 Grad und auch morgens und 3 Uhr war es immer noch 33 Grad. Der Grenzübegang kannten wir schon vom letzten Besuch und die Abfertigung auf Zimbabwe Seite war problemlos, da wir die einzigen waren. Auf Zambia Seite dauerte es etwas länger, es mussten Visa, Roadtax, Carbontax und irgendeine Council Levy bezahlt werden, alles korrekt und immer mit Quittung. Der Mann des Versicherungsbüros kam dann auch noch extra für uns an den Zoll gefahren und wir konnten die obligatorische 3rd Party Insurance für 30 Tage zu 15.- US$ erwerben. In Chirundu fuhren wir auf Empfehlung von Inge und Viktor, die auch mit einem Landcruiser mit Bimobilkabine auf dem Weg von Südafrika nach Europa sind, in die Zambesi River Breeze Lodge, der Camping befindet sich noch im Aufbau, ist aber wunderschön direkt am Zanbesi Rver gelegen. Ich buchte dort einen halbtägigen Fishingtrip auf dem Zambesi und konnte meinen Ersten Tigerfish fangen.



Die Fahrt nach Lusaka verlief ereignislos und wir quartierten uns wieder bei Harry und Geke im Lukasa ein, dort haben wir letztes mal schon einige schöne Tage verbracht. Es gab nun einiges zu tun, einen Service Termin für den Toyo bei Dan, Visum für Malawi beschaffen, Ersatzfilter für den Wasserfilter beschaffen, etc etc. Das Visum für Malawi kann nur Online beantragt werden, ich vermute das die Software dafür von einem Schimpansen entwickelt wurde. Nach einem halben Tag haben wir es dann doch noch geschafft und den Antrag erfolgreich abgeschickt. Da die momentane Situation in Äthiopien unklar ist (es sollen dort an der Grenze keine Carnet de Passage mehr akzeptiert werden, dafür muss der Fahrzeugwert bar in US$ an der Grenze hinterlegt werden) haben wir ein Visum fü 6 Monate mit multiple Entries beantragt, da wir falls kein Durchkommen nach Äthiopien ist, wieder durch Malawi nach Mozambique und Südafrika reisen müssten. Es ist ja noch etwas Zeit bis nach Kenya, solche Situationen können sich ja schnell ändern. Wir sind flexibel und können uns anpassen. Inzwischen konnten wir auch die Comesa Yellow Card erwerben, das ist eine 3rd Party Versicherung, die fast in ganz Süd und Ostafrika gültig ist, die lästige Suche nach Versicherungen an den Grenzen fällt nun weg. Die nächsten Ziele sind dann der Kasanka NP, wo im Moment die grosse Bat Migration stattfindet. 8-10 Millionen Fledermäuse finden sich dort ein um sich an den Früchten dort sattzufressen. Anschliessend ist ein Besuch des North und South Luangwa Tals geplant, bevor wir dann die Grenze zu Malawi passieren werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden



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