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  • ubachofner

Von der Etosha in den Caprivi Strip


Der Etosha Nationalpark ist ist der bekannteste NP in Namibia und mit 22'000km2 auch der Grösste. Alleine die eigentliche Salzpfanne erstreckt sich über 5000km2. Bei unseren letzten beiden Besuchen der Etosha präsentierte sich alles sehr staubig und ausgetrocknet, die meisten Tiere haben wir damals (es war Oktober) an den zahlreichen Wasserlöcher zu Gesicht gekriegt. Bei diesem Besuch im Februar zeigte die Etosha ein ganz anderes Gesicht, alles ist grün, die Vegetation spriesst üppig und die Tiere finden Nahrung im Überfluss. Entsprechend wenig bis keine Tiere sind an den Wasserlöchern zu finden, man muss sie richtig suchen. Also war 3 Tage Schleichfahrt über die Tracks angesagt und es hat sich gelohnt. Einzig die grossen Elefantenherden blieben uns versagt, lediglich einige einsame Bullen haben wir vor die Linse gekriegt.

Ein etwas schaler Beigeschmack hat die Preispolitik des NP, als Ausländer wird man doch etwas abgezockt. Neben den höheren Eintrittspreisen für " Internationals" wird auch in den 3 Campsites im Park richtig zugelangt. Einheimische und Südafrikaner bezahlen 400.-N$

für eine Campsite während wir gleich das doppelte bezahlen sollten. Geboten wird nichts, obwohl nur sehr wenige Touristen unterwegs sind wirken die Anlagen verwahrlost. Man hätte doch jetzt Zeit alles auf Vordermann zu bringen. Also besser ausserhalb des Parks bleiben, dort kostets die Hälfte und es wird wesentlich mehr fürs Geld geboten.

Uuups, was ist den dass? Bei Ursi hat sich ein Inlay in einem Backenzahn verabschiedet. Mein Vorschlag, dies mit etwas Sikaflex und einer Schraubzwinge zu flicken stiess auf gar keine Zustimmung, also musste ein Zahnarzt her. Tante Google sein Dank war dieser in Tsumeb schnell gefunden, also wieder 120km nach Süden zurück. Da Freitag war hatten wir genügend Zeit und quartierten uns übers Weekend im Kupferquelle Resort auf dem Campingplatz ein. Eine sehr schöne Anlage mit einem 50m Olympia Schwimmbecken, leider kriegten wir Samstagabend und die ganze Nacht genug Nass von oben, es goss wie aus Kübeln. Am Montagmorgen war der Zahnarzt schnell gefunden, innert einer halben Stunde war eine neue Füllung drin und gekostet hats lediglich 36.-CHF. Nun ging es wieder Richtung Nordwesten, Zwischenstopps in Outjo (hier musste eine Schraube an der Auspuffhalterung ersetzt werden) und in der Nähe von Kamanjab brachten uns wieder an den Westeingang des Etosha Nationalparks, wir fuhren aber weiter in Richtung Opuwo, dem nächsten Zwischenstopp auf dem Weg an die Epupafalls. Opuwo haben wir letztes Mal als vermüllte Kleinstadt kennegelernt, schon 10km vor dem Ort waren die Bäume und Sträucher vollbehangen mit Plastiksäcken in allen Farben. Welch ein Unterschied zu heute, sauber und aufgeräumt präsentierte sich die Kleinstadt, Kompliment! Es fand sich kein akzeptables Camp, so quartierten wir uns in der uns bekannten Opuwo County Lodge ein, die uns ein Superangebot für einen Bungalow gemacht haben.

Nun standen staubige 180km auf einer Piste an die Epupa Falls an. Unterwegs haben wir eine Schule besucht und den Lehrern einen Sack voll Kugelschreiber für die Kinder geschenkt. Die Kinder haben einen Schulweg von bis zu 5km und das bei jedem Wetter.

Die Mamas in den Runddörfern haben sehr selten einen SUV um die Kinder zur Schule zu bringen....


Die Epupa Falls waren für afrikanische Verhältnisse beeindruckend, der Kunene (Grenzfluss zu Angola) führt ziemlich Wasser und unser Platz unter Palmen direkt an den Wasser lud zum Bleiben ein. Nach zwei Tagen ging es auf der D 3700 alles am Kunene und der Angolanischen Grenze entlang nach Ruancana. Die Strecke war bis vor 3 Jahren eine üble Offroad Piste, für die Bewältigung der 160km waren früher 2-3 Tage veranschlagt worden. Mittlerweile ist die Piste neu geschoben worden, bis auf einige Washouts ist die Strecke schön zu befahren. In Epupa Falls haben wir etwas Maismehl, Milch, Reis und Speiseöl eingekauft. Unterwegs wollten wir ein Himbadorf besuchen und das sind die üblichen Gastgeschenke. Die Bewohner der Himbadörfer leben in sehr bescheidenen Verhältnissen und leben meist von etwas Geissenzucht und Maisanbau und sind in der Regel Selbstverorger. Die Freude wr gross als wir aus dem Nichst auftauchten und die Geschenke überreichten.


Über den Caprivistrip ging es nun in Richtung Katima Mulino, wo wir planten den Covidtest für den Grenzübertritt nach Botswana zu machen. Unterwegs trafen wir unsere Freunde aus Österreich wieder und verbrachten 2 Tage auf einem Camp direkt am Kuando Fluss. Das Camp wird von einem Einheimischen betrieben, sehr einfach aber sehr authentisch. Ausser einem Klo und einer Kübeldusche gabs nichts ausser Natur pur. Da ich schon lange mal einen Tigerfisch fangen wollte ( ja, die mit den grossen langen Zähnen) wurde gefischt. Ich hatte nichts, vermutlich haben sich die Tigerfische über meine Stucki Forellenblinker schlapp gelacht. Andreas hatte mehr Glück und erwischte 3 kleinere Welse, die wir am Abend am Lagerfeuer gebraten haben. In Katima Mulilo haben wir die News gelesen und mit Freude festgestellt, dass Botswana ab dem 14. Februar keinen Covidtest mehr für geimpfte Personen verlangt. Hat auch problemlos geklappt, auch die gut versteckten Filets brachten wir an der Lebensmittel Kontrolle vorbei. In Kasane angekommen, beschlossen wir mit Andreas und Gerlinde einige Zeit gemeinsam weiterzureisen. Nach einem 2 tägigen Ausflug in den Chobe Nationalpark mit sehr vielen Elefanten (inkl. einer Fluchtfahrt von 2 agressiven Bullen und sich mit dem Toyo in den Büschen verstecken), einem wunderschönen Nachtcamp inmmitten von Giraffen und Elefanten planen wir nun, in den nächsten Tagen in Sambia einzureisen und die Viktoriafälle mal von der sambesichen Seite anzuschauen. Weiter werden wir dann nach Malawi reisen, wie es dann weitergeht, mal schauen. Noch etwas in eigener Sache, Internet, vor allem HighSpeed existiert hier nur in den grösseren Städten und so ist es etwas mühsam, den Blog aktuell zu halten. Wir bitten also um Verständnis, sollte es mal etwas länger dauern von uns zu lesen.




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