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  • ubachofner

Kenya

Aktualisiert: 16. Jan.

Die bakterielle Infektion war doch etwas hartnäckiger als gedacht und es dauerte einige Tage mit Hilfe von Antibiotika, bis alles überstanden war. Gottseidank waren wir bei Tom und Marni und wurden von den beiden umsorgt. Vielen Dank nochmals! Weihnachten feierten wir mit einem feinen Coque au Vin mit Kartoffelstock und einem guten Glas Wein bevor wir uns dann am 27. Dezember auf den Weg nach Nairobi machten. Die berühmt berüchtigte A 109 von Mombasa nach Nairobi war voll von Trucks und wir hatten mehrmals das Gefühl, uns auf einer Suicide Strecke zu befinden. Obwohl wir eigentlich in Kenja keine Nationalparks besuchen wollten entschlossen wir uns, die alternative Route über den Tsavo West und den Amboseli NP zu nehmen, die zwar mit jeweils 100.- US$ zu Buche schlug und Offroad war, aber wenigstens waren wir den irrsinnigen Verkehr los. Bevor wir in den Tsavo West einfahren wollten haben wir noch aufgetankt, bei der Routinekontrolle haben wir einen Kühlwasserverlust festgestellt. Nichts tragisches haben wir gedacht und ein Liter Wasser nachgefüllt. Kurz vor der Einfahrt in den Tsavo West kontrollierte ich nochmals den Kühler und die Kühlflüssigkeit lief in Strömen aus einem kleinen Loch im Kühler. Also zurück nach Voi, die grösste Stadt zwischen Mombasa und Nairobi. Zwischendurch musste immer wieder Wasser nachgefüllt werden und wir erreichten die gegoogelte Werkstatt, die Homeboys Garage, wo man sich sofort unseres Problems annahm. Die Jungs dort waren fix, den Kühler ausgebaut und das Leck wurde repariert. Das dauerte ca. 3 Stunden und alles war wieder in Ordnung. (hoffentlich). Allerdings war es dann zu spät um noch in den Park zu fahren und so blieben wir noch eine Nacht in Voi und fuhren am nächsten Tag in den Tsavo West. Es hat sich gelohnt, vor allem im Amboseli NP mit selten klarer Sicht auf den Kilimanjaro und einem extremen Tierreichtum war das Geld wert. Zumal die Kenyaner etwas vernünftiger sind was die Kosten für das Fahrzeug anbelangt, für den Toyo mussten wir lediglich 4.- $ pro Tag berappen. Im Tsavo West bekamen wir nicht sehr viele Tiere zu Gesicht, der Park entschädigte aber mit seiner beindruckenden Landschaft. Erloschene Vulkane und schöne Bergstrecken boten zahlreiche schöne Fotomotive. Die Pisten waren bis auf einige Kilometer akzeptabel und relativ gut zu befahren, den Allrad haben wir bis auf wenige Male nicht gebraucht. Der Amboseli NP war relativ gut besucht, zahlreiche Safarifahrzeuge waren auf den Pisten unterwegs. Der Tierreichtum hier ist unglaublich, gleich am Anfang bekamen wir ein Löwenrudel mit 6 Jungen zu Gesicht und vor die Linse. Zudem hatten wir am Morgen freie Sicht auf den Kili, bevor er sich am Nachmittag wieder in den Wolken versteckte. Eine etwas ruppige Piste führte uns dann durch den Park zum Ausgangsgate fast an der Grenze zu Tansania. Nach einer weiteren Übernachtung ausserhalb des Parks erreichten wir schliesslich an Silverster die Riesenstadt Nairobi und kämpften uns durch den Verkehr an unseren gewählten Übernachtungsplatz.. Die Jungle Junction in Nairobi ist ein beliebter Treffpunkt von Overlandern, gute Infrastruktur und sogar eine eigene Werkstatt ist vorhanden. Overlander hat es immer noch nicht viele, ein deutscher Motorradfahrer und ein weiterer Deutscher mit seinem Landy waren die einzigen Gäste.




Chris und sein Team von der Jungle Junction haben auch eine sehr gut eingerichtete Werkstatt wo Motorräder und Autos repariert werden können. Nachdem wir zwei kleine Risse in der A- Säule entdeckt haben, beschlossen wir dies gleich hier zu reparieren, bevor grössere Schäden entstehen können. Innerhalb eines Tages war dies erledigt und leider fing der Kühler wieder an zu lecken, die Reparatur bei den Homeboys in Voi hat immerhin 400km gehalten. Eine weitere Reparatur ist nicht möglich und so werden wir gleich einen neuen Kühler bestellen und einbauen. Dies wird unsereren Aufenthalt hier noch um ein, zwei Tag verlängern. Es ist nun hier etwas mehr Betrieb, neben einem englischen Paar mit einem Hilux die auf Langzeitreise sind haben sich auch Deutsche eingefunden, die ihren MAN Truck für einige Monate hier eingestellt haben und nun von Kenya weiter in Richtung Namibia fahren werden. Die Zeit nutzten wir um zu Shoppen und wir waren am Anfang etwas überfordert. Während in Malawi und Tansania das Einkaufen immer etwas mühsam war und alles in vielen kleinen und kleinsten Shops zusammengesucht werden musste, hier ist von allem und zwar reichlich vorhanden. Der neue Kühler ist geliefert worden und war schnell eingebaut, das sollte nun für die nächsten 20 Jahre halten. Gleichzeitig wurden noch eine etwas marode Leitung der Servopumpe gewechselt und eine geknickte Leitung des Kompressors gewechselt. Fast eine Woche haben wir nun im angenehmen Nairobi verbracht, einen schönen Farmers Market besucht und hervorragend italienisch bei Matteo in Karen gegessen. Unser nächstes Ziel ist der Mount Kenia, mit knapp 5200 Metern das zweithöchste Bergmassiv Afrikas und zum Unesco Weltkulturerbe gehörend. Einen kurzen Zwischenstopp machten wir am Lake Nayvashi, einem Süsswassersee der Hippos beherbergen sollte. Gesehen haben wir keine, die befinden sich wohl noch in den Weihnachtsferien. Weiter ging es an den Lake Elmenteita, ein weiterer See im Rift Valley Seensystem der stark basisch ist und von tausenden von Flamingos und Pelikanen bevölkert ist. Ein wunderschönes Camp fanden wir am See, allerdings etwas vom Ufer entfernt. Da der See ein NP ist, hätte ein Spaziergang von 200 Meter zu den Flamingos 50.- US gekostet, wir haben drauf verzichtet.

Die weitere Fahrt zum Mount Kenya führte uns über den Äquator, es hat etwas gerumpelt und dann waren wir drüber. Im Nationalpark fanden wir ein wunderschönes Camp, das Castle Forrest Inn auf 1800 Meter, es ist fast wie in der Schweiz, Pferde, Kühe und Geissen grasen um unseren Camper. Auf Wunsch von Ursi buchten wir hier eine 2 Stündige Wanderung im Regenwald zu einem Wasserfall mit einem Guide. Es war kein Promiwalk sondern ein Bromiwalk, es ging endlos durch Brombeerenstauden und die Dornen sind hier in Kenya gleich spitz wie bei uns. nach 1 3/4 Stunden erreichten wir schliesslich das Highlight, ein kleiner Wasserfall inmitten des Dschungels. War schön, allerdings waren wir von dem Wasserfall in 5 Minuten wieder beim Toyo. Ein Schelm, wer sich Böses denkt. Dafür hatten wir am nächsten Tag nach einem kurzen Spaziergang (gratis) eine wunderbare Sicht auf den Mount Kenia bei stahlblauem Himmel. Dieser verdüsterte sich am Nachmittag und es begann eine Stunde lang zu schütten wie aus Kübeln. Am nächsten Tag fuhren wir rund um das Mount Kenia Massiv durch eine wunderbare hügelige Landschaft mit Tee- und Kaffeeplantagen. Ein Camp in Archers Post, geführt von Kenianischen Frauen direkt an einem kleinen Fluss beendete diesen schönen Tag. Der Weg zu unserem nächsten Ziel führte uns über eine 120km lange Offroadstrecke nach Maralal. Zuerst waren wir etwas unsicher, Einheimische fragten uns ob wir Begleitschutz hätten. Uuups!! Klar, wir sind im Norden Kenias wo einige Strecken nicht ungefährlich sind, eine Rückfrage bei der örtlichen Polizei ergab aber Entwarnung und so fuhren wir durch eine wunderbare, zuerst afrikanische Steppe dann gings in die Berge. Das Gebiet ist Samburuland, die Samburus sind ähnlich den Massai sehr grossgewachsene Menschen, die von Viehzucht leben. Überraschend war, dass nicht nur Rinder und Geissen gezüchtet werden, sondern auch Kamele. Unser Ziel, Maralal, erreichten wir nach 4 Stunden und werden hier übernachten, bevor es an den Lake Baringo geht, dann steht uns bald wieder ein hoffentlich nicht allzu nerviger Grenzübertritt nach Uganda bevor. Wir berichten weiter.



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