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  • ubachofner

(Fast) Planlos in Südafrika

Pünktlich landete der Swiss Airbus am Montagmorgen in Johannesburg und wir fuhren mit Uber zu David und Marion in die Airport en Route Travellodge wo ich die letzten Tage den Toyo auf Vordermann gebracht hatte. Die ausgeführten Arbeiten fanden Zustimmung und nach einem Ersten feinen Steak mit Shrimps im „ Fahrenheit“ in Benoni verbrachten wir die Nacht noch auf dem Campingplatz. Am nächsten morgen gings ans Planen der Route und wir beschlossen, den Mabula NP bei Bela Bela zu besuchen.

Das erbärmliche Quietschen und Knacken der Blattfedern vorne und hinten wurde als zunehmend störend empfunden (vor allem vom Beifahrer) und wir besuchten Toyota in Bela Bela. Die Diagnose des Mechanikers war kurz, die Blattfedern benötigten etwas Zuwendung in Form von Fett und Ausrichtung, er empfahl uns Van Zyls Spring Service wo wir auch prompt an die Reihe kamen.Nach zwei Stunden war alles erledigt und wir fuhren weiter in den NP, wo wir ein Camp innerhalb des NP gefunden haben. Der Gamedrive im Park am Abend war bis auf einige wenige Springböcke und Warzenschweine erfolglos. Den am Vortag verworfenen Besuch von Sun City, dem Las Vegas von Südafrika, wurde nun doch zum Thema, also alles wieder zurück und nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir die Spielerstadt in der Nähe von Johannesburg. Vor 30 oder mehr Jahren war ich mal dort und ich konnte mich an das spektakuläre Hotel The Lost Palace erinnern. Kurz die Website gecheckt, es gab ein special zu einem guten Preis und wir haben online gebucht. Wir waren die Attraktion beim Check in, da die Tiefgarage natürlich zu niedrig für den Toyo war wurde uns ein Platz direkt am Eingang freigemacht. Ein gutes asiatisches Nachtessen in einem der zahlreichen Restaurants und ab gings ins Casino um die Reisekasse etwas aufzubessern. Die Glücksträhne blieb sowohl beim Roulette wie auch beim Black Jack und den einarmigen Banditen leider aus, dabei haben wir uns solche Mühe gegeben. Ärmer an Rand aber reicher an Erfahrung machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel auf den Weg in den Pilansberge NP, der ganz in der Nähe von Sun City ist.



Der Park ist schön und weitläufig, Tiere habe wir auch gesehen und wenn wir schon mal da sind, fahren wir doch noch zum Makarele NP, der zwar etwas abseits der gängigen Routen ist, aber wir sind nicht enttäuscht worden. Der Makarele ist mit 74‘000 Ha der viertgrösste Park Südafrikas und beherbergt eine grosse Anzahl an Nashörnern. Im Gegensatz zu anderen Parks haben die Nashörner ihre Hörner behalten können (in anderen Parks werden die Hörner enfernt um der Wilderei vorzubeugen). Ich gebs ja zu, wir haben einen geführten Gamedrive gemacht. Naja, wenigsten wars ein Toyota…… Es hat schon gewisse Vorteile, einen geführten Drive zu machen, da die Ranger a) Wissen, wo die Tiere sind und b) Gebiete in den Parks anfahren, die für Selbstfahrer nicht zugänglich sind. 19 gesichtete Nashörner war die Ausbeute, neben einigen Elefanten und Giraffen und die üblichen Springböcke und Elands. Hat sich gelohnt, obwohl wir nach über 3 Stunden Fahrt in dem offenen Geländewagen aussahen wie panierte Schnitzel. Leoparden haben wir übrigens keine gesehen, obwohl ich bei der Buchungsdame ausdrücklich darauf hingewiesen habe, ohne Leo gibts keine Kohle. Dummerweise mussten wir im voraus bezahlen….



Jetzt gehts langsam in Richtung Beitbridge, wo wir die Grenze nach Simbabwe überqueren werden. Wir haben aber noch etwas Zeit, das Carnet de Passage läuft erst im Oktober aus und werden uns vielleicht noch einen weiteren Park im Norden ansehen. Unsere Wildcard für alle San Parks, die wir letztes Jahr gekauft haben ist auch noch bis im Nov. gültig. Wir sind dann tatsächlich noch in den Mapungubwe NP hochgefahren, der an der Grenze zu Botswana, Sambia und Zimbabwe liegt, Ein wunderschönes Bushcamp mit Leoparden Gebrüll während der Nacht und zwei schöne Fahrten durch den Park waren ein tolles Erlebnis. Und nein, Leoparden haben wir keine gesehen. Nun haben wir uns kurz vor Beitbridge in einer einfachen Lodge niedergelassen und bereiten uns auf den Grenzübertritt nach Zimbabwe vor und hoffen, dass die gelesenen Räubergeschichten vom komplizierten Ablauf sich als unwahr herausstellen werden. Vorher wird aber noch Diesel und Lebensmittel gebunkert, da das Preisniveau in Zimbabwe wesentlich höher sein soll. Der geneigte Leser weiss ja, dass wir seit Sun City ärmer geworden sind und etwas auf die Kostenbremse treten müssen. Bis bald einmal aus Zimbabwe.




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